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Vor der Teilung Berlins befand sich am Potsdamer Platz der oberirdisch gelegene Potsdamer Bahnhof. Hierbei handelte es sich um einen Kopfbahnhof des Fern- und Lokalverkehrs, von dem Züge auf der sogenannten Stammbahn, der ältesten preußischen Eisenbahnlinie, in Richtung Potsdam und Magdeburg und weiter nach Westdeutschland die Stadt verließen. Der Bahnhof eröffnete als erster Bahnhof Berlins 1838 direkt vor dem Potsdamer Tor der Berliner Zollmauer. Er wurde auf der so genannten „Großen Bleiche“ errichtet, die zuvor von der Rixdorfer und Berliner Brüdergemeine erworben wurde.
Der erste Potsdamer Bahnhof bestand bis 1869. Eine neue Anlage wurde von Julius Ludwig Quassowski (1824–1909) entworfen, verfügte über fünf Bahnsteige und vier Gleise sowie eine 173 Meter lange und 36 Meter breite Halle. Kaiser Wilhelm I. weihte den für 3,34 Mio. Goldmark errichteten Neubau am 30. August 1872 feierlich ein. Der Mittelrisalit des Bahnhofes wurde im Stil florentinischer Paläste durch Rundbögen gegliedert. Bis 1890 frequentierten über drei Millionen Fahrgäste den Bahnhof. Deshalb wurde der Neubau von eigenen Kopfbahnhöfen für den Vorortverkehr erforderlich. Diese wurden 1891 eröffnet. Bis in die 1930er-Jahre bestand der Potsdamer Bahnhof aus drei Teilbahnhöfen:
Auf der Westseite der zweigleisige Wannseebahnhof für die gleichnamige Strecke,
in der Mitte der viergleisige Fernbahnhof für Züge in Richtung Potsdam, Brandenburg und Magdeburg (teilweise weiter in den Harz oder in den Raum Hannover/Ruhrgebiet),
auf der Ostseite der viergleisige Ring- und Vorortbahnhof für die Vorortstrecken nach Lichterfelde Ost und Zossen sowie die für die Südringzüge.
Bei der Südringspitzkehre handelte es sich um eine Verbindung, die zwischen den Bahnhöfen Papestraße (heute Südkreuz) und Schöneberg der Ringbahn abzweigte und entlang der Wannseebahn zum Potsdamer Bahnhof führte. Ziel war es einerseits, eine Verbindung von den Bahnhöfen der südlichen Ringbahn zum damaligen Zentrum am Potsdamer Platz herzustellen, gleichzeitig ermöglichte das Wenden am Potsdamer Ring- und Vorortbahnhof das Austauschen der Dampflokomotiven, die im Gegensatz zu den später eingesetzten elektrischen Triebwagen nur eine begrenzte Reichweite besaßen. Außerdem ließen sich so Verspätungen besser auffangen. Die Südringspitzkehre wurde nach Bombenschäden 1944 nicht wieder aufgebaut, seitdem verkehrten die S-Bahn-Züge als Vollringzüge (1944–1961, seit 2006).
Der Potsdamer Platz galt in den 1920er- und 1930er-Jahren als einer der verkehrsreichsten Plätze Europas. Zahlreiche Hotels, Gaststätten und insbesondere das Haus Vaterland prägten den Ruf dieses Bereichs als Amüsierviertel. Zudem lagen viele Büros und Banken sowie Regierungseinrichtungen (inkl. der alten und der neuen Reichskanzlei) in unmittelbarer Nähe.
Nach erheblichen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg stellte die Reichsbahn 1945 noch vor Ende des Krieges den Betrieb ein. Am 27. September 1945 beschloss die Reichsbahn endgültig, den Potsdamer Fernbahnhof stillzulegen.[2] Durch die Flutung des Nordsüd-S-Bahntunnels in den letzten Kriegstagen war es aber notwendig, die S-Bahnzüge der Südstrecken bis 1946 wieder im oberirdischen Potsdamer Ringbahnhof wenden zu lassen.
Die Reste des Bahnhofs und des Gleisvorfeldes des Potsdamer Bahnhofs gehörten zum Bezirk Mitte und damit zu Ost-Berlin, lagen aber als schmaler Gebietsstreifen, der bis zum Landwehrkanal reichte, eingeklemmt zwischen den West-Berliner Bezirken Kreuzberg und Tiergarten. Das Gebiet dümpelte jahrelang als „Niemandsland“ im Grenzgebiet dahin. Bei einem Gebietsaustausch mit der DDR (im Jahre 1972) wurde es deshalb an West-Berlin abgetreten. Die Lage des Gleisfelds ist noch heute erkennbar: Sie entspricht zwischen Potsdamer Platz und Landwehrkanal weitgehend der heutigen – nach der Schauspielerin Tilla Durieux benannten – langgestreckten Parkanlage.
Berlin Central Station (German: Berlin Hauptbahnhof, listen), is the main railway station in Berlin, Germany. It began full operation two days after a ceremonial opening on 26 May 2006. It is located on the site of the historic Lehrter Bahnhof, and until it opened as a main line station, it was a stop on the Berlin S-Bahn suburban railway temporarily named Berlin Hauptbahnhof–Lehrter Bahnhof. The station is operated by DB Station&Service, a subsidiary of Deutsche Bahn AG, and is classified as a Category 1 station, one of twenty in Germany and four in Berlin, the others being Berlin Gesundbrunnen, Berlin Südkreuz and Berlin Ostbahnhof.
Lehrter Bahnhof (Lehrte Station) opened in 1871 as the terminus of the railway linking Berlin with Lehrte, near Hanover, which later became Germany's most important east-west main line. In 1882, with the completion of the Stadtbahn (City Railway, Berlin's four-track central elevated railway line, which carries both local and main line services), just north of the station, a smaller interchange station called Lehrter Stadtbahnhof was opened to provide connections with the new line. This station later became part of the Berlin S-Bahn. In 1884, after the closure of nearby Hamburger Bahnhof (Hamburg Station), Lehrter Bahnhof became the terminus for trains to and from Hamburg.
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